Über die Landesgrenzen im Norden hinweg erstreckt sich ein eigenes Land – Sapmi – das Land der Samen mit einer eigenen Sprache und Kultur.
Über die Landesgrenzen im Norden hinweg erstreckt sich ein eigenes Land – Sapmi – das Land der Samen mit einer eigenen Sprache und Kultur.

Die Samen sind ein eigenes Volk, das in der Region der Nordkalotte siedelt. Seit Urzeiten sind die Samen ein Volk der Jäger und Fischer mit nomadischer Lebensweise. Sie zogen je nach Saison und Nahrungsangebot in der Natur in der jeweiligen Jahreszeit umher.

Dadurch entstanden feste Traditionen für Fischfang und Jagd. Am meisten sind die Samen aber für die Rentierzucht bekannt – dazu gehört auch das beeindruckende präzise Werfen des Lassos zum Einfangen der Rentiere. Heute gibt es in Norwegen mehr als 200.000 zahme Rentiere, und für ein Naturvolk wie die Samen gehören Nachhaltigkeit und der Schutz von Ressourcen seit jeher fest zu ihrer Lebensweise.
Knochen werden zu Werkzeugen und Kunsthandwerk und Leder zu Schuhen, Kleidung und Sitzunterlagen. Sowohl die Innereien als auch das Fleisch selbst werden zum Essen verwertet und die samische Fleischsuppe Bidos gilt als Festessen der Samen. Bidos gehört bei samischen Hochzeiten auf jede Speisekarte. Solche Feste können, wenn sie nach traditioneller Weise gefeiert werden, über mehrere Tage und mit über tausend Gästen stattfinden.
Aus der Natur werden außerdem Kräuter und Beeren geerntet, die in der volkstümlichen Medizin der Samen verwendet werden. Wacholderbeeren gegen Erkältungen, Weidenrinde bei offenen Wunden und ein Aufguss aus Birkenlaub gegen Harnwegsinfektionen sind nur ein paar Beispiele.
In der vorchristlichen samischen Glaubenswelt war die Natur beseelt. Geister herrschten über alle wichtigen Orte in der Natur und bestimmte Orte wurden als besonders heilig betrachtet und als Opferstätten genutzt. Die Götter waren häufig verbunden mit der Jagd, dem Fischfang oder dem Wind und im alten Glauben spielte der Schamanismus eine besondere Rolle. Die samischen Schamanen (Noaiden) waren sowohl religiöse als auch gesellschaftliche Führungspersönlichkeiten und eines ihrer wichtigsten Instrumente war die Trommel (Schamanentrommel).

Als die Familien und die gesamte kleine Gemeinschaft noch als Nomaden lebten und je nach Jahreszeit umherzogen, brauchten sie Häuser an verschiedenen Orten und auch mobile Unterkünfte. Dafür verwendeten sie Erdhütten (Kote) und Zelte (Lavvu). In der Mitte befand sich ein Lagerfeuer und sowohl die Erdhütten als auch die Zelte verfügen einen Rauchabzug oben.
Sapmi – das Land der Samen – weist zwar keine formellen Landesgrenzen auf, aber es erstreckt sich über große Teile Nordnorwegens, bis hinein nach Schweden, in die nördlichsten Teile Finnlands und auf die Halbinsel Kola in Russland.
Sapmi hat eine eigene Flagge und einen eigenen Nationalfeiertag, den 6. Februar. Dieser Tag wird in Norwegen, Schweden, Finnland und Russland von allen Samen gemeinsam gefeiert. In Norwegen verfügen die Samen über ein eigenes, vom Volk gewähltes Parlament, das Sameting, das die politische Vertretung und Beteiligung der samischen Bevölkerung sicherstellen soll.


Samisches Kunsthandwerk für Bekleidung und Werkzeuge – von Perlenstickerei bis Schnitzereien aus Holz und Horn. Die traditionelle samische Tracht, der Kolt, mit ihren leuchtenden Farben und dem Silberschmuck ist ebenfalls ein Teil der samischen Traditionen im Kunsthandwerk.

Joik ist die traditionelle Musikform der Samen. Es gibt Tierjoik, Naturjoik und persönlichen Joik. Seinen eigenen Joik zu bekommen, stellt ein großes Kompliment dar. Joik ist eine der ältesten Musiktraditionen Europas und wird heute durch viele junge Künstler, die den Joik mit modernen Musikstilen wie Rock und Rap kombinieren, zu neuem Leben erweckt.

In Sapmi ist die Sprache Samisch, doch innerhalb dieser gibt es elf verschiedene Sprachen und Dialekte, von denen einige so große Unterschiede aufweisen wie Norwegisch und Isländisch.
Der Name Sapmi stammt aus der größten Sprache, dem Nordsamischen, und bezeichnet das Gebiet, das die Samen traditionell bewohnt haben.
Die Sami sind ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte, Kultur und Küstentradition Norwegens. Seit Generationen leben sie in enger Verbundenheit mit der Natur, den Jahreszeiten, dem Meer und dem Land und haben dabei Traditionen geprägt, die in Nordnorwegen bis heute lebendig sind.
Entlang der Küstenroute können Gäste durch ausgewählte Ausflüge, die ihre Geschichten, ihr Kunsthandwerk, ihre Esskultur, die Rentierhaltung und ihre Beziehung zur arktischen Landschaft vorstellen, ein tieferes Verständnis des samischen Lebens gewinnen. Diese Erlebnisse bieten einen bedeutungsvollen Einblick in eine der ältesten indigenen Kulturen Europas und ihre anhaltende Bedeutung entlang der norwegischen Küste.
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Die Kirchen Norwegens gehören zu den bemerkenswertesten kulturellen und architektonischen Schätzen des Landes.
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Es gibt zahlreiche norwegische Spezialitäten, die Sie im Koffer mit nach Hause nehmen können. Hierunter zählen gemütliche Kleidung aus Wolle, köstliche Leckereien und traditionelle Silberarbeiten.

Die Wikinger waren furchtlose Seefahrer und Entdecker, die Norwegen und die Welt nachhaltig geprägt haben.

Seit Jahrhunderten weisen Norwegens Leuchttürme den Seeleuten den Weg entlang der Küste.